Begriff Beim Roulette Französisch
Am Tisch hören Sie den Croupier „Rien ne va plus“ rufen, und plötzlich versteht niemand mehr, was gerade passiert. Französisches Roulette lebt von seiner Sprache – wer die Begriffe nicht kennt, fühlt sich wie ein Tourist ohne Stadtplan in Paris. Dabei ist das klassische Roulette gar nicht so kompliziert, wenn man die wichtigsten Vokabeln einmal verinnerlicht hat. Der Schlüssel liegt im Verständnis der französischen Fachbegriffe, die seit dem 18. Jahrhundert das Spiel prägen.
Die wichtigsten Roulette Begriffe auf Französisch erklärt
Das französische Vokabular beim Roulette hat einen einfachen Grund: Das Spiel entstand im Frankreich des 17. Jahrhunderts und verbreitete sich von dort aus in die Spielbanken Europas. Bis heute haben sich die ursprünglichen Bezeichnungen gehalten, insbesondere an Tischen mit europäischem Kessel. Anders als beim amerikanischen Roulette mit seinen 38 Zahlen (inklusive 00) arbeitet die französische Variante mit 37 Zahlen – das senkt den Hausvorteil auf 2,7%.
Der wichtigste Begriff gleich zu Beginn: „Faites vos jeux“ bedeutet „Tätigen Sie Ihre Einsätze“. Das ist das Signal an alle Spieler, ihre Jetons auf dem Tableau zu platzieren. Wer zögert, riskiert, dass der Croupier kurz darauf „Rien ne va plus“ verkündet – „Nichts geht mehr“. Ab diesem Moment sind keine weiteren Einsätze möglich, der Kessel dreht sich, und die Kugel entscheidet über Gewinn oder Verlust.
Nach dem Wurf ruft der Croupier die Gewinnzahl aus, beispielsweise „Dix-sept, rouge, impair et manque“ – Siebzehn, rot, ungerade und niedrig. Diese vier Informationen decken alle relevanten einfachen Chancen ab. „Passe“ bezeichnet übrigens die hohen Zahlen 19-36, während „Manque“ für die niedrigen Zahlen 1-18 steht.
Simple Chancen und ihre französischen Bezeichnungen
Rouge, Noir, Pair und Impair
Die einfachen Chancen sind der Einstieg für die meisten Spieler – sie bieten eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 48,6% und zahlen 1:1 aus. Im französischen Roulette heißen die Farben nicht Rot und Schwarz, sondern „Rouge“ und „Noir“. Die geraden Zahlen werden als „Pair“ bezeichnet, die ungeraden als „Impair“. Diese Begriffe sollten Sie verinnerlichen, da sie an jedem authentischen Roulettetisch fallen.
Passe und Manque verständlich gemacht
Die Teilung in niedrige und hohe Zahlen ist ein weiteres Element der einfachen Chancen. „Manque“ umfasst die Zahlen 1 bis 18, „Passe“ deckt 19 bis 36 ab. Der Name Manque leitet sich vom französischen Verb „manquer“ ab und spielt darauf an, dass diese Zahlen noch nicht „passiert“ haben – also noch nicht die obere Hälfte erreicht haben. Ein praktischer Merksatz: Was fehlt (Manque), liegt unten; was passiert ist (Passe), liegt oben.
Der Aufbau des Tableaus und Kolonnen
Das Tableau – also das Spielfeld mit allen Zahlen – folgt einer strengen Logik. Drei Kolonnen (Spalten) enthalten jeweils 12 Zahlen, die in Gruppen angeordnet sind. Im Französischen spricht man von „Colonne 34“, „Colonne 35“ und „Colonne 36“, benannt nach der jeweils unteren Zahl der Spalte. Eine Kolonnen-Wette zahlt 2:1 aus und deckt 12 der 37 Zahlen ab.
Daneben existieren die drei „Douzaines“ – Dutzende. „Première douzaine“ umfasst 1-12, „Moyenne douzaine“ deckt 13-24 ab, und „Dernière douzaine“ enthält 25-36. Auch hier beträgt die Auszahlung 2:1. Wer auf ein Dutzend setzt, hat eine Gewinnchance von 32,4% – deutlich höher als bei einer einzelnen Zahl, aber natürlich mit niedrigerer Auszahlung als die 35:1 beim Plein.
Die La Partage Regel: Ein entscheidender Vorteil
Der vielleicht wichtigste Begriff für deutsche Spieler ist „La Partage“. Diese Regel gilt speziell beim französischen Roulette und unterscheidet es maßgeblich von der europäischen oder amerikanischen Variante. Fällt die Kugel auf die grüne Zero, verlieren Spieler bei einfachen Chancen ihren Einsatz nicht komplett. Stattdessen teilt („partage“) die Bank den Einsatz: Die Hälfte wird zurückgegeben, die andere Hälfte geht an das Haus.
Dieser scheinbar kleine Unterschied reduziert den Hausvorteil bei einfachen Chancen von 2,7% auf 1,35% – der niedrigste Wert, den Sie bei Roulette finden. Deutsche Online-Casinos wie Vulkan Vegas oder Platincasino bieten häufig Tische mit La Partage an. Ein Blick in die Spielregeln lohnt sich, denn nicht jedes Casino hat diese vorteilhafte Regel im Angebot.
Einsatzmöglichkeiten und Auszahlungen
Neben den einfachen Chancen bietet das französische Roulette zahlreiche weitere Wettmöglichkeiten. Der Begriff „Plein“ bezeichnet eine Wette auf eine einzelne Zahl – die risikoreichste, aber auch lukrativste Option mit einer Auszahlung von 35:1. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 2,7%, was bedeutet, dass Sie statistisch gesehen alle 37 Runden einmal treffen sollten.
„Cheval“ ist eine Wette auf zwei benachbarte Zahlen, beispielsweise 17 und 20. Die Auszahlung beträgt 17:1, die Gewinnwahrscheinlichkeit 5,4%. Wer drei Zahlen in einer Querreihe setzt, wählt eine „Transversale Pleine“ mit 11:1 Auszahlung. Die „Transversale Simple“ deckt sechs Zahlen ab und zahlt 5:1.
Eine Besonderheit ist das „Carré“ – vier Zahlen, die ein Quadrat auf dem Tableau bilden. Die Auszahlung liegt bei 8:1. Der „Bück“ oder „Les trois premiers“ bezeichnet eine Wette auf die Zahlen 0, 1 und 2, ebenfalls mit 11:1 Auszahlung. Alle diese Begriffe stammen aus dem französischen Wortschatz und haben sich international durchgesetzt.
Zero und ihre besonderen Regeln
Die „Zero“ – die Null – nimmt im französischen Roulette eine Sonderstellung ein. Sie ist weder rot noch schwarz, weder gerade noch ungerade, und sie gehört keinem Dutzend an. Fällt die Zero, verlieren alle Einsätze auf einfache Chancen – es sei denn, La Partage greift. Einsätze auf einzelne Zahlen oder Kombinationen sind ebenfalls verloren.
In klassischen Spielbanken existiert zusätzlich die „En Prison“-Regel. Bei Zero werden die Einsätze auf einfache Chancen „eingesperrt“ und für die nächste Runde gesperrt. Gewinnt dann die gesetzte Chance, wird der ursprüngliche Einsatz freigegeben – ohne Gewinn. Verliert sie erneut oder fällt erneut die Zero, ist der Einsatz endgültig verloren. Diese Regel ist mathematisch identisch mit La Partage, fühlt sich für den Spieler aber anders an.
Typische Ansagen des Croupiers
Wer in einer echten Spielbank oder einem Live-Casino spielt, sollte die wichtigsten Ansagen verstehen. Neben „Faites vos jeux“ und „Rien ne va plus“ gibt es weitere Phrasen, die den Spielablauf strukturieren. „Les gains pour le 17 rouge“ verkündet beispielsweise, dass Gewinne für die Zahl 17 rot ausgezahlt werden – eine Information, die besonders für Plein-Spieler relevant ist.
Nach jeder Runde erfolgt die Auszahlung in einer festen Reihenfolge: Zuerst die einfachen Chancen, dann die mehrfachen Chancen, und zuletzt die Plein-Gewinne. Der Croupier räumt mit dem „Rake“, einem speziellen Stab, die verlorenen Einsätze vom Tisch und platziert die Gewinnmarken. „Le jeu est fait“ – das Spiel ist gemacht – signalisiert das Ende einer Runde.
Online Roulette und die französischen Begriffe
Deutsche Spieler finden in Online-Casinos wie Energy Casino, National Casino oder Bitstarz zahlreiche Tische mit französischem Roulette. Die digitale Variante hat einen praktischen Vorteil: Alle Begriffe werden übersichtlich angezeigt, und Sie müssen nicht aus dem Kopf wissen, was „Pair“ oder „Impair“ bedeutet. Das Interface zeigt die Auszahlungen direkt an, und Hilfetexte erklären jede Wettmöglichkeit.
Live-Dealer-Tische von Providern wie Evolution oder Pragmatic Play arbeiten dagegen mit echten Croupiers, die die klassischen französischen Begriffe verwenden. Hier lohnt es sich, die Vokabeln zu kennen – es beschleunigt das Spiel und verhindert Missverständnisse. Die meisten Live-Tische bieten dennoch englische Untertitel oder automatisch übersetzte Interfaces an.
| Casino | Bonus | Zahlungsmethoden | Mindesteinzahlung |
|---|---|---|---|
| Vulkan Vegas | 100% bis zu 500€ + 50 Freispiele, Umsatz x40 | Visa, Mastercard, Klarna, Paysafecard, Bitcoin | 10€ |
| Platincasino | 100% bis zu 250€, Umsatz x35 | Trustly, Giropay, Visa, Mastercard, Skrill | 10€ |
| Energy Casino | 100% bis zu 200€, Umsatz x25 | Visa, Mastercard, Klarna, Neosurf, Bitcoin | 10€ |
Strategien und Begriffe für Fortgeschrittene
Fortschrittene Spieler nutzen weitere französische Begriffe, um ihre Strategien zu beschreiben. „Marche“ bezeichnet die Tendenz des Spiels – also ob beispielsweise rot oder schwarz häufiger fällt. Wer auf eine „Serie“ setzt, wettet darauf, dass eine Farbe mehrmals hintereinander fällt. Eine „Intermittenz“ ist das ständige Wechseln zwischen zwei Farben – ein Muster, das viele Spieler mit Systemen wie dem Martingale zu nutzen versuchen.
Der „Dernier“ ist die zuletzt gefallene Zahl, während der „Avant-dernier“ die vorletzte Zahl bezeichnet. Viele Spieler setzen auf die Wiederholung des Derniers, in der Annahme, dass bestimmte Zahlen „kommen“ – statistisch gesehen ist jeder Spin jedoch unabhängig von vorherigen Ergebnissen. Der Begriff „Equité“ beschreibt die Fairness eines Tisches, gemessen daran, ob alle Zahlen mit der erwarteten Häufigkeit fallen.
FAQ
Was bedeutet Rien ne va plus beim Roulette?
„Rien ne va plus“ ist der entscheidende Augenblick am Roulettetisch. Die Phrase bedeutet wörtlich „Nichts geht mehr“ und signalisiert, dass alle Einsätze platziert sein müssen. Der Croupier spricht sie kurz vor dem Wurf der Kugel, womit der Annahmezeit endet. Wer danach noch Jetons auf das Tableau legt, erhält sie zurück – sie zählen nicht mehr für die kommende Runde.
Was ist der Unterschied zwischen Manque und Passe?
Beide Begriffe bezeichnen die einfachen Chancen, die sich auf die Zahlengröße beziehen. Manque deckt die niedrigen Zahlen 1 bis 18 ab, Passe die hohen Zahlen 19 bis 36. Bei einem Einsatz von 10€ auf Manque gewinnen Sie 10€ zusätzlich, wenn eine Zahl zwischen 1 und 18 fällt. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei jeweils 48,6% – die Zero ist weder Manque noch Passe.
Was bringt die La Partage Regel?
La Partage ist ein Spieler-vorteil, der beim französischen Roulette bei einfachen Chancen greift. Fällt die Zero, erhalten Sie die Hälfte Ihres Einsatzes zurück statt ihn komplett zu verlieren. Das senkt den Hausvorteil von 2,7% auf 1,35% – ein signifikanter Unterschied bei langen Spielzeiten. Deutsche Casinos müssen diese Regel nicht zwingend anbieten, daher lohnt ein Blick in die Spielbedingungen.
Wie nennt man die Wette auf eine einzelne Zahl?
Die Wette auf eine einzelne Zahl heißt „Plein“ – vom französischen Wort für „voll“ oder „komplett“. Die Auszahlung beträgt 35:1, was bedeutet, dass Sie bei einem 10€-Einsatz 350€ gewinnen. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 1:37 oder etwa 2,7%. Plein ist die riskanteste Wette am Tisch, bietet aber die höchste Auszahlungsquote.
Was sind Douzaines beim Roulette?
Douzaines ist der französische Begriff für Dutzende – eine Gruppenwette auf 12 Zahlen. Das erste Dutzend (Première douzaine) umfasst 1-12, das zweite (Moyenne douzaine) 13-24, das dritte (Dernière douzaine) 25-36. Die Auszahlung beträgt 2:1, die Gewinnwahrscheinlichkeit 32,4%. Douzaines sind eine gute Option für Spieler, die ein moderates Risiko mit akzeptabler Auszahlung suchen.
