Roulette Auf 0 Setzen
Warum gewinnt die Bank eigentlich fast immer? Die Antwort liegt in einer einzigen Zahl: der Null. Wer Roulette spielt, hat sich früher oder später schon gefragt, ob es sich lohnt, direkt auf die grüne Null zu setzen oder ob das nur ein Weg ist, seine Chips schneller an das Casino abzugeben. Die Null ist das, was Roulette zu einem Spiel mit Hausvorteil macht – ohne sie wäre es ein reines Münzwurfspiel mit fairen 50:50-Chancen. Wer versteht, wie die Null funktioniert, spielt bewusster und vermeidet teure Fehler.
Was bedeutet die Null beim Roulette?
Die Null ist die 37. Zahl auf dem Roulette-Kessel – und sie ist die einzige Zahl mit grüner Farbe. Alle anderen Zahlen von 1 bis 36 sind entweder rot oder schwarz. Diese scheinbare Kleinigkeit hat massive Auswirkungen auf jede Wette, die man am Tisch platziert. Setzt man auf Rot oder Schwarz, sind es nicht 18 rote und 18 schwarze Zahlen, sondern 18 rote, 18 schwarze und eine grüne. Fällt die Null, verlieren alle einfachen Wetten.
Bei europäischem Roulette gibt es eine Null, bei amerikanischem Roulette sogar zwei: die einfache Null und die Doppel-Null. Der Hausvorteil steigt dadurch von 2,7% auf satte 5,26%. Wer die Wahl hat, sollte immer den europäischen Kessel bevorzugen – das ist kein Geheimnis, sondern simple Mathematik.
Der Hausvorteil durch die grüne Null
Jeder Spieler sollte verstehen, woher der Hausvorteil eigentlich kommt. Eine Wette auf eine einzelne Zahl zahlt 35:1 aus. Bei 37 Zahlen wäre eine faire Auszahlung aber 36:1. Die Differenz von einem Chip geht an das Casino. Bei einfachen Chancen wie Rot oder Schwarz sind 18 von 37 Zahlen Gewinnzahlen – die Gewinnwahrscheinlichkeit liegt also bei 48,6%, nicht bei 50%. Die restlichen 2,7% sind die Null, und die gehört dem Casino.
Null beim Roulette setzen – Direktwette und Auszahlung
Wer mutig ist, setzt direkt auf die Null. Wie bei jeder anderen Einzelzahl auch, beträgt die Auszahlung 35:1. Setzt man 10 Euro auf die Null und sie fällt, erhält man 350 Euro Gewinn plus den ursprünglichen Einsatz zurück. Die Wahrscheinlichkeit dafür liegt bei 2,7% – das entspricht genau einer von 37 Runden im statistischen Mittel. Klingt nach einem langen Shot, ist aber nicht unwahrscheinlicher als jede andere Einzelzahl.
Viele Spieler meiden die Null, weil sie sie als Unglückszahl betrachten. Das ist aber reiner Aberglaube. Objektiv betrachtet ist die Null weder besser noch schlechter als jede andere Zahl auf dem Kessel. Wer auf seine Glückszahl setzt, kann genauso gut auf die Null setzen – die mathematischen Bedingungen sind identisch.
Lohnt sich die Wette auf die Null?
Rein mathematisch gesehen ist die Null-Wette weder besser noch schlechter als jede andere Einzelwette. Der Hausvorteil bleibt bei 2,7%. Wer gerne auf Einzelzahlen setzt und dabei ein gewisses Risiko sucht, kann die Null in sein Spiel einbeziehen. Als dauerhafte Strategie taugt das aber nicht – die Schwankungen sind zu hoch, und der Erwartungswert bleibt negativ.
Interessant wird es, wenn man die Null mit anderen Wetten kombiniert. Manche Spieler decken die Null ab, um bei einem Fallen der grünen Zahl nicht komplett leer auszugehen. Das kann taktisch Sinn ergeben, erhöht aber den Gesamteinsatz pro Runde.
Was passiert bei Null mit einfachen Chancen?
Die meisten Spieler setzen auf einfache Chancen: Rot, Schwarz, Gerade, Ungerade, Manque oder Passe. Wenn die Null fällt, ist der Einsatz bei klassischen Roulette-Regeln erst einmal weg. Das ist der Moment, in dem viele Spieler die Null verfluchen. In deutschen Casinos und vielen Online-Casinos gibt es aber eine Regel, die den Schlag abmildert: die Teilung.
Bei der Teilung wird die Hälfte des Einsatzes auf einfachen Chancen zurückerstattet. Statt den kompletten Einsatz zu verlieren, bekommt man 50% zurück. Das reduziert den effektiven Hausvorteil bei einfachen Chancen von 2,7% auf etwa 1,35%. Wer häufig auf Rot oder Schwarz setzt, profitiert also indirekt von dieser Sonderregel – sie gilt aber nur für die einfachen Chancen, nicht für andere Wettarten.
La Partage und En Prison Regel
In französischen Casinos und einigen Online-Casinos gibt es zwei Varianten, die bei Null greifen. La Partage funktioniert wie die beschriebene Teilung: Man bekommt die Hälfte des Einsatzes zurück. Die En Prison Regel ist etwas komplexer: Der Einsatz bleibt für eine weitere Runde auf dem Tisch gefangen. Fällt in der nächsten Runde die Gewinnzahl, wird der Einsatz freigegeben. Fällt wieder die Null, bleibt er gefangen oder wird geteilt, je nach Hausregeln.
Für Spieler aus Deutschland ist die Teilung die gängigste Variante. Wer in Online-Casinos spielt, sollte die konkreten Regelungen im Auge behalten – nicht jedes Casino bietet diese Vergünstigung bei einfachen Chancen an. Ein Blick in die Spielregeln vor dem ersten Einsatz kann bares Geld sparen.
Strategien rund um die Null beim Roulette
Es gibt keine Strategie, die den Hausvorteil beim Roulette eliminiert – das sollte jedem Spieler klar sein. Dennoch beschäftigen sich viele mit Wettsystemen, die die Null einbeziehen. Eine populäre Idee: Man setzt gleichzeitig auf die Null und auf einfache Chancen, um das Risiko zu streuen. Wer etwa 5 Euro auf Null und 10 Euro auf Schwarz setzt, gewinnt bei Schwarz 10 Euro, bei Null aber 175 Euro.
Das Problem: Bei 35 von 37 möglichen Ergebnissen verliert man den Einsatz auf die Null, und bei 18 von 37 Ergebnissen gewinnt man nur den kleineren Betrag auf Schwarz. Die Null-Versicherung kostet auf Dauer mehr, als sie einbringt. Spannend ist der Gedanke trotzdem für Spieler, die gerne mit kombinierten Wetten experimentieren.
Die Null als Versicherung?
Manche Spieler setzen einen kleinen Betrag auf die Null, um ihre einfachen Chancen abzusichern. Die Logik: Wenn Schwarz fällt, gewinnt man den Hauptwetteinsatz. Wenn die Null fällt, gewinnt man die Nebenwette und verliert nur die Hälfte der Hauptwette durch die Teilungsregel. Das klingt nach einem schlauen Ausweg, aber die Mathematik zeigt ein anderes Bild. Die zusätzlichen Kosten durch die ständige Null-Wette fressen langfristig jeden Vorteil auf.
Die Null im europäischen und amerikanischen Kessel
Wer Online-Roulette spielt, hat oft die Wahl zwischen verschiedenen Varianten. Der europäische Kessel mit einer Null ist die Standardwahl für Spieler aus Deutschland. Der Hausvorteil von 2,7% ist so niedrig wie möglich bei klassischem Roulette. Der amerikanische Kessel mit Doppel-Null sollte vermieden werden, wenn eine Alternative besteht – der Hausvorteil springt auf 5,26%, was bei langen Spielsessions deutlich ins Geld geht.
In einigen Online-Casinos wird French Roulette angeboten, das sich nur durch zusätzliche Regeln wie La Partage vom europäischen Roulette unterscheidet. Für Spieler, die gerne auf einfache Chancen setzen, ist das die attraktivste Variante.
| Variante | Anzahl Nullen | Hausvorteil | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Europäisches Roulette | 1 | 2,7% | Standard in DE |
| Französisches Roulette | 1 | 1,35% bei einfachen Chancen | La Partage/En Prison |
| Amerikanisches Roulette | 2 | 5,26% | Doppel-Null |
Die Null in deutschen Online-Casinos
Spieler aus Deutschland, die in lizenzierten Online-Casinos spielen, stoßen auf dieselben Roulette-Varianten wie in Spielbanken. Die Regeln zur Teilung bei Null sind bei den meisten Anbietern Standard für einfache Chancen. Wer nach Casinos mit fairen Roulette-Bedingungen sucht, sollte auf europäische oder französische Tische achten und die Spielregeln zur Null-Regelung prüfen.
Nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 und der Regulierung durch die GGL sind Online-Casinos mit deutscher Lizenz an strenge Regeln gebunden. Die angebotenen Roulette-Spiele müssen faire Quoten aufweisen und dürfen nicht manipuliert sein. Dennoch lohnt es sich, die Auszahlungstabellen zu vergleichen – manche Casinos bieten französisches Roulette mit La Partage an, andere nur die Standard-Variante.
Auszahlungsquoten vergleichen
Die theoretische Rückgabequote (RTP) liegt bei europäischem Roulette bei 97,3%. Das bedeutet, dass von 100 Euro Einsatz langfristig 97,30 Euro wieder an die Spieler ausgeschüttet werden. Der Rest ist der Hausvorteil. Bei französischem Roulette mit La Partage steigt die RTP auf einfache Chancen auf 98,65%. Wer also viel auf Rot oder Schwarz setzt, sollte gezielt nach Casinos mit französischem Roulette suchen.
FAQ
Wie hoch ist die Gewinnwahrscheinlichkeit bei einer Wette auf die Null?
Die Wahrscheinlichkeit, dass die Null fällt, beträgt beim europäischen Roulette 1 zu 37, also etwa 2,7%. Das ist identisch mit der Wahrscheinlichkeit jeder anderen Einzelzahl. Die Auszahlung bei einem Treffer beträgt 35:1.
Kriege ich meinen Einsatz zurück, wenn die Null fällt und ich auf Rot gesetzt habe?
Bei klassischen Regeln verlieren Sie den Einsatz komplett. In vielen deutschen Casinos und Online-Casinos gilt aber die Teilungsregel: Sie erhalten die Hälfte Ihres Einsatzes zurück. Prüfen Sie vor dem Spiel die konkreten Regeln des Casinos.
Ist es besser, auf europäisches oder amerikanisches Roulette zu setzen?
Europäisches Roulette ist die bessere Wahl. Der Hausvorteil liegt bei 2,7%, während er beim amerikanischen Roulette mit Doppel-Null bei 5,26% liegt. Wer die Wahl hat, sollte immer den Kessel mit nur einer Null bevorzugen.
Kann man die Null strategisch nutzen, um Gewinn zu machen?
Es gibt keine Strategie, die langfristig einen Vorteil gegenüber dem Casino erzeugt. Die Null ist Teil des Hausvorteils. Kombinationswetten mit der Null können kurzfristig spannend sein, ändern aber nichts am negativen Erwartungswert.
